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Initiative "Dorfmoderation"


Mit einer Bürgerversammlung, an der fast 100 Bürger teilgenommen haben, hat die Gemeinde St. Aldegund im Sommer 2001 mit der so genannte Dorfmoderation eine intensive Bürgerbeteiligung im Rahmen ihrer Dorfentwicklung eingeleitet. Da es um die Filterung der allgemeinen Stimmungslage im Ort ging, standen Belange der Kinder und Jugendlichen auch auf Grund der üblichen geringeren Teilnahme dieser Altersgruppen nicht unmittelbar im Mittelpunkt des allgemeinen Interesses. Allerdings kristallisierten sich bereits in dieser Veranstaltung zukünftige Schwerpunkte im Bereich von Kinder-, und Jugend- und Freizeitaktivitäten heraus, wie das Projekt "Multifunktionsbecken".

Eine anschließende gezielte Beteiligung von Eltern und Jugendlichen wurde so engagiert aufgenommen, dass sich eine intensive Kooperation mit der Kreisjugendpflege geradezu aufdrängte. Hintergrund war, die Weichen für eine nachhaltige, professionelle und neutrale Betreuung zu stellen. Diese Hilfestellung wurde von allen Beteiligten (Gemeinderat, Eltern, Kindern und Jugendlichen) offen aufgenommen.


Kooperation der Dorfmoderation mit der Kreisjugendpflege als kreisweites Pilotprojekt

Die folgenden Beteiligungen dienten weiteren Ideensammlungen, einer kritischen Prüfung der Ideen und den Lösungsfindungen. Gemeinsam mit Jugendpflegerin Martina Christmann fanden gesonderte Kinder- und Jugendprojekte statt. In der Folge nahmen Kinder, Jugendliche und Eltern gemeinsam an den Veranstaltungen teil.

Der Entscheidungsfreudigkeit des Gemeinderates, den Eigeninitiativen und der Zusammenarbeit mit der Kreisjugendpflegerin sind zu verdanken, dass innerhalb kürzester Zeit der Umbau des bestehenden Jugendraumes für Jugend und Modellbauklub beschlossen werden konnte. Für die Kinder zogen engagierte Eltern mit verschiedenen Projekten (Verkehrsberuhigung, Kindernachmittage) nach. Auf Grund der frühzeitigen Einbindung der Kreisjugendpflegerin in die Entwicklungsprozesse von und für Kinder und Jugendliche ist eine kontinuierliche Betreuung gewährleistet, die auf wechselseitige Kontaktpflege beruht.

Die kleinen und großen Bürger in St. Aldegund haben gezeigt, dass diese Kooperation Schule machen sollte. So wurde inzwischen in einer weiteren Dorferneurungsgemeinde im Kreis Cochem-Zell diese Verfahrensweise angegangen.

Projektbegleiterin:
Frau Martina Christmann, St. Aldegund