Kindertagesstätte "Haus des Kindes"
Südring 5, 67269 Grünstadt
Mandy Giemsa, 06359/924230
Die Hortbesprechung
Die Hortbesprechung findet vierzehntägig an wechselnden Wochentagen ( um allen Kindern die Teilnahme zu ermöglichen ) statt. Hierzu treffen wir uns um 13.00 Uhr in der Turnhalle der Kindertagesstätte mit Hort, die Schulkinder sitzen auf Sitzkissen auf dem Boden, die Hortsprecher in erhöhter Position ( z. B. auf einer Turnbank ). Für die Besprechung gibt es einen Zeitrahmen von 30 Minuten.
Die Versammlung wird am Vortag von den begleitenden Erzieherinnen und den 4 Hort- sprechern vorbereitet. Die Hortsprecher setzen sich aus einem Jungen und einem Mädchen sowohl aus der Kita mit Hort als auch aus dem Haus des Kindes zusammen. Sie müssen das dritte Schuljahr erreicht haben.
Der Ablauf der Hortbesprechung sieht folgendermaßen aus:
- Begrüßung
- Das Redetier wird verteilt
- Aufnahme der Themen
- Kinderthemen
- Erwachsenenthemen - Besprechung der einzelnen Themen
- Abschlussrunde
Zu 1.: Ein Hortsprecher eröffnet die Versammlung, sorgt für Ruhe, gibt die Reflektion der letzten Besprechung bekannt(z. B. der zeitliche Rahmen wurde gesprengt-) wir legen fest, dass die Redezeit durch einen Kurzzeitwecker begrenzt wird.
Zu 2.: Ein Kind aus der Runde übernimmt für eine Versammlung die Weitergabe des Redetiers. Nur wer im Besitz des Redetieres ist, darf reden, das Redetier darf nicht geworfen werden.
Zu 3.: Sowohl Kinder als auch Erwachsene haben die Möglichkeit Themenschlagworte zu geben. Diese werden von einem Hortsprecher protokolliert. Beispiel:
- Schlagen- Rebecca ( Hortkind )
- Mittagessen- Max ( Hortkind )
- Hortfreizeit- Mandy ( Erzieherin )
Nach der Themensammlung wird die Reihenfolge festgelegt, gleichartige Themen werden zusammengefasst.
Zu 4.: Ein Hortsprecher ruft die Kinder auf, diese stellen ihr Thema vor, es wird zur Diskussion gestellt. Anschließend fassen die Hortsprecher die Ergebnisse zusammen.
Zu 5.: Eine in der Vorbesprechung verfasste Frage bezüglich eines aktuellen Themas, z. B.: "Freust du dich auf dein Zeugnis und warum?", wird von einem Hortsprecher gestellt und in der Runde beantwortet. Dies führt alle Kinder zu freiem Reden vor einer großen Gruppe.
Die Hortsprecher übernehmen alle Punkte und teilen diese in der Vorbesprechung untereinander auf. Die Erzieherinnen begleiten die Hortsprecher in der Versammlung unterstützend. Zur Zeit befinden wir uns im Aufbauprozess. Ziel ist es, dass die Besprechung von den Kindern alleine und autark geleitet wird.
In der Hortbesprechung haben die Kinder die Möglichkeit, Wünsche zu äußern, eigene Ideen einzubringen, Teile der Freizeitplanung selbst zu übernehmen. Sie können Kritik äußern, welche mit in das Erzieherteam genommen und nach Möglichkeit umgesetzt wird ( z. B. Spielzeugtag ).
Somit fühlen die Kinder sich angenommen.
Die Kinder übernehmen Eigenverantwortung, indem sie zum Beispiel durch Aktionen wie den Verkauf von selbstgebackenen Waffeln zur Finanzierung der jährlich stattfindenden Hortfreizeit beitragen.
Die Montagsredner
Immer montags von 9.00-9.30h treffen sich alle Kinder im Alter von 5-6 Jahren zur Kinderbesprechung. Die Kinder haben die Möglichkeit, Wünsche, Anregungen und Kritik vorzubringen.
Auf die Bedürfnisse und Vorschläge der Kinder wird soweit als möglich eingegangen. In den Gesprächen werden auch Ausflüge, Projekte und Angebote geplant. Dadurch können die Kinder ihren Tagesablauf mitgestalten und mitbestimmen.
In dieser Gesprächsrunde lernen die Kinder einfache Regeln der Kommunikation kennen und einzuhalten. Beispiel: Durch Handzeichen gebe ich zu erkennen, dass ich etwas sagen möchte. Man hört sich die Äußerungen des anderen Kindes an und unterbricht seinen Beitrag möglichst nicht.
Sprachgestaltung:
- Die Kinder vertiefen und erweitern in der Kommunikation mit Kindern, Erwachsenen und ihrem gesamten Umfeld ihren Wortschatz, indem sie eigene Wünsche, Ideen und Kritik in einer Gruppe äußern.
- In der Gruppe mit Gleichaltrigen üben sie die sprachliche Auseinandersetzung mit Themen, die für sie interessant sind.
- Gesprächsregeln werden gemeinsam aufgestellt, zum Beispiel: ausreden lassen, zuhören.
- Die Kinder achten selbst auf die Einhaltung dieser Regeln.
Soziale Kontakte:
- Eigene Wünsche und Interessen können und sollen geäußert und vertreten werden.
- Dabei müssen manchmal Enttäuschungen ertragen werden, wenn man seine Wünsche zugunsten der Allgemeinheit nicht durchsetzen kann.
- Denn: Entscheidungen werden gemeinschaftlich getroffen, akzeptiert und von allen mitgetragen. Hierbei erfahren die Kinder sowohl ihre eigenen Grenzen, als auch die Grenzen anderer. Sie lernen sich gegenseitig zu respektieren.
- Konflikte sollen ausgehalten und selbstständig gelöst werden.
Praktisches Beispiel: "Mitbestimmung":
Fasching: In gemeinsamen Gesprächen wird der Ablauf des Festes mit den Kindern besprochen und geplant. Die Kinder äußern Wünsche in Bezug auf Verkleidung, Dekoration, Musik und Essen.
Praktisches Beispiel: "Selbstständigkeit":
Außengelände: Ab Februar dürfen alle zukünftigen Schulkinder alleine in unser Außengelände. Bevor sie dieses Privileg erhalten, müssen alle Regeln des Außengeländes gemeinsam besprochen werden und verinnerlicht sein. Die Kinder erhalten die Verantwortung sich gegenseitig an die Regeln zu erinnern.


