Bei Netzwerken handelt es sich um Verknüpfungen der verschiedenen Partizipationsformen.
Damit alle Kinder und Jugendlichen die Möglichkeit zur Partizipation haben und ihre Anliegen auch tatsächlich Berücksichtigung finden, reicht ein einziges Beteiligungsmodell nicht aus. Vielmehr sollten Kinder- und Jugendinteressen auf verschiedenen Ebenen aufgegriffen und durchgesetzt werden.

Beispiel:
Kreisfreie Stadt Kaiserslautern
Netzwerkkonzept
Kaiserslautern arbeitet im Rahmen der Jugendhilfeplanung an der Entwicklung eines Gesamtkonzepts. Unterschiedliche Bausteine und Partizipationsformen werden miteinander verbunden, damit möglichst alle Kinder und Jugendlichen zu Wort kommen können und ihre Anliegen im kommunalpolitischen Handlungsfeld effektiver bearbeitet werden. In allen Bereichen soll eine offene und flexible Haltung gegenüber den Anliegen von Kindern und Jugendlichen erreicht werden.
Anfang 1996 wurde im Stadtjugendamt ein kommunales Kinder- und Jugendbüro eingerichtet. Es ist Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche und kooperiert mit den Dezernaten der Kommune. Es kann Vorschläge machen und Vereinbarungen treffen. Ein institutionalisiertes Vortragsrecht hat es bisher nicht.
Differenziert nach Altersgruppen werden in Zusammenarbeit mit Grünflächenamt und Straßenverkehrsamt stadtteilbezogene Kinderforen und "Kinderstadt-Projekte" durchgeführt, um die Kinderinteressen bezüglich Spielplatzgestaltung und Verkehrsplanung transparenter zu machen und ihnen mehr Gewicht zu verleihen.
1997 wurde mit einer Laufzeit von zwei Jahren das erste Jugendparlament gewählt. Seine Einrichtung entspricht einer Forderung, die von Jugendlichen in einer Jugendbefragung geäußert wurde.
Die Erfahrungen aus den unterschiedlichen Projekten fließen regelmäßig in die weitere Jugendhilfeplanung ein.

